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Wayne Rooney

  
Mit Mondgesicht und abstehenden Ohren ist er beileibe keine Schönheit. Aber auf dem Fußballplatz kickt er wie ein junger Gott: Wayne Rooney. Schon vor Jahren wurde dem Stürmer von Manchester United eine große Karriere prophezeit, Und selbst Nationaltrainer Eriksson schwärmt, dass ein solches Ausnahmetalent während seiner gesamten Zeit auf der Insel noch nicht gesehen habe
Jüngster Nationalspieler
Wayne Rooney verfügte schon im Teeangeralter über einen so wuchtigen Körperbau, dass er schon kurz vor seinem 17. Geburtstag in der Premier League auflaufen durfte. Als jüngster Spieler aller Zeiten bei den Profis lehrte er so manchen Berufsfußballer mit seinem ruppigen Auftreten das Fürchten. Noch im selben Jahr traf er den Ball als Mitglied der Nationalmannschaft ins Tor. Als jüngster Torschütze des englischen Fußballs bei einem internationalen Einsatz.

 

Dickes Fell
Ein dickes Fell hatte sich der Junge, dessen Eltern aus der katholisch-irischen Unterschicht stammen, schon in seiner Kindheit zugelegt. Damals kickte der Sohn eines Amateur-Boxers und einer Küchenhilfe noch in den Hinterhöfen von Croxteth, einem Arbeitervorort der englischen Industriestadt Liverpool. Dass Wayne einmal auf dem grünen Rasen Karriere machen würde, konnte man sich eigentlich schon kurz nach seiner Geburt denken, zu der er kleine Fußballschühchen geschenkt bekam. Außerdem fand seine Taufe im Fanhauptquartier des FC Everton statt.

Boxen oder Fußball?
Dennoch begann der kleine Wayne im Alter von sieben Jahren auf Wunsch seines Vaters zuerst mit dem Boxen. Mit 13 musste er sich dann zwischen Boxen und Fußball entscheiden. Glück für England und die Premier League, dass Rooney von einem Talentsucher des FC Everton entdeckt wurde. Von da ab war der steile Aufstieg von „Roo“ oder „Roonaldo“, wie der mittlerweile 20jährige in Anspielung auf den großen Brasilianer auch genannt wird, nicht mehr aufzuhalten.

Die 18 auf dem Shirt
Am 31. August 2004 wechselte der schussgewaltige Stürmer mit der brillanten Technik für 25 Millionen Pfund (damals: 37 Millionen Euro) zu Manchester United und schoss gleich bei seinem ersten Einsatz für das neue Team drei Tore. England war baff und gleichzeitig begeistert. War das endlich der Stürmer, auf den das Land seit Jahren gewartet hatte? Der 2006 endlich nach Jahrzehnten wieder einen WM-Titel nach Großbritannien holen sollte? Nicht ohne Grund trägt Rooney inzwischen bei Nationaleinsätzen die 18 auf dem Trikot, die Nummer des früheren Ausnahmestürmers Paul Gascoigne.

Unglücklich verletzt
Als sich der junge Superstar einige Wochen vor der WM 2006 zwei Mittelfußknochen brach, kam das einer nationalen Katastrophe gleich. Die große Meisterschaft in Deutschland würde wohl ohne ihn stattfinden müssen. Doch niemand hatte mit der Zähigkeit eines Wayne Rooney gerechnet. Innerhalb von nur 47 war die Verletzung ausgeheilt und der Spieler lief schon zum zweiten Vorrundenspiel gegen Trinidad-Tobego wieder mit der Mannschaft auf. Zum Entsetzen des Manchester-Trainers, der Rooneys Einsatz bis zum Schluss hatte verhindern wollen.

Schlagkräftig
Ob die WM 2006 die Meisterschaft des Wayne Rooney wird, muss sich noch herausstellen. Der Jungstar brennt jedenfalls wie kein Zweiter darauf zum Einsatz zu kommen. Kaum ein Spieler hat sich bisher so lautstark beschwert, wenn er ausgewechselt wird, wie Rooney. Dass er ein rüder Geselle ist, hat der trinkfeste Brite auch schon abseits des Platzes immer wieder unter Beweis gestellt. Weil er durch Schlägereien und Alkoholexzesse Schlagzeilen machte, wird er von seinem Trainer jetzt stärker überwacht.

Reden ist nicht seine Sache
Ganz still und leise wird Rooney allerdings, wenn er mit Journalisten reden soll. Es heißt, er soll bei bevorstehenden Interviews früher kurz vorm Nervenzusammenbruch gestanden haben. Da Formulieren demnach nicht unbedingt zu seinen Stärken gehört, wurde ihm ein Beraterstamm an die Seite gestellt, die diesen Job für den Stürmer übernehmen und ihn vermarkten. Die Rechte an seiner Biografie hat Wayne Rooney soeben verkauft. Sie soll in den kommenden 12 Jahren in fünf Bänden erscheinen!




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